
Wie man Deckenheizer zu echten „Smart-Heizern“ macht
Die meisten Heizgeräte sind äußerst umständlich in der Nutzung. Sie brauchen zwanzig Minuten, um die Luft im Raum zu erwärmen – und bis man endlich Wärme spürt, hat man bereits einen Pullover anziehen müssen.
Deckenmontierte Infrarotheizungen sind anders. Anstatt mit der Luft zu kämpfen, strahlen sie die Wärme direkt auf den Menschen ab. Es ist, als würde man an einem kalten Tag in Sonnenlicht treten. Doch jedes Mal einen manuellen Schalter betätigen zu müssen, wenn man in einen Raum geht, ist eine lästige Aufgabe. Deshalb setzen wir auf ein intelligentes System.
Die Magie der sofortigen Wärme
Wir verwenden Kurz- oder Mittelwellenemitter – schließlich müssen diese keine Zeit für ein „Aufwärmen“ verschwenden. Sobald man auf den Knopf im Handy drückt oder dem Sprachassistenten befiehlt, den Heizer einzuschalten, spürt man schon sofort die Wärme.
Um Verzögerungen zu vermeiden, nutzen wir Zigbee oder Matter. Dadurch bleibt die Reaktionszeit sehr gering – normalerweise unter 200 Millisekunden. Man tippt einfach in der App darauf – und schon fühlt man sich warm.
Was man unbedingt benötigt
Hier kommt es auf die richtige Ausstattung an: Man kann diese Heizgeräte nicht einfach in einen billigen Smart-Stecker stecken. Diese Geräte verbrauchen nämlich eine enorme Menge Energie – zwischen 1500 und 3000 Watt. Ein herkömmlicher Smart-Schalter würde dabei wahrscheinlich überhitzen.
Stattdessen wird ein leistungsstarker Relais oder Kontaktor in das Elektrikpanel eingebaut. Der Smart-Hub sendet ein kleines, niedrigspannendes Signal an diesen Kontaktor, der anschließend die schwere Aufgabe übernimmt, die Hochspannung an den Heizer weiterzuleiten. So ist es sicherer – und die Geräte halten länger.
Um alles wirklich „einfach zu handhaben“, fügen wir außerdem einen PIR-Sensor sowie einen digitalen Thermostat hinzu. Wenn die Raumtemperatur 18°C erreicht und der Sensor erkennt, dass jemand den Raum betreten hat, wird die Heizung automatisch eingeschaltet. Man muss sich darüber gar keine Gedanken machen.
Ein paar Dinge, auf die man achten muss
Es klingt perfekt – doch es gibt ein paar Einschränkungen. Erstens muss die Stromleitung stark genug sein, da die Heizgeräte viel Energie verbrauchen. Wenn die Leitung zu dünn ist, kommt es zu Spannungsabfällen – was wiederum zu Problemen führen kann.
Außerdem sollte man bedenken, dass Infrarotwärme in geraden Linien strahlt. Wenn unter dem Heizgerät ein großer Schrank oder eine hohe Ablage steht, entsteht dort eine „Wärmeblase“ – also eine Stelle, an der die Wärme nicht ankommt. Man muss daher die Anordnung der Möbel so planen, dass die Wärme überallhin gelangt.